Mittelmeerkrankheiten

Als Mittelmeerkrankheit werden in der Umgangssprache typische, vor allem im Mittelmeerraum beheimatete Erkrankungen bezeichnet.

Beim Haushund gelten als typische „Mittelmeerkrankheiten“:

 

Leishmaniose oder Leishmaniase (fachsprachlich auch lateinisch Leishmaniosis und Leishmaniasis) ist eine weltweit bei Mensch und Tier vorkommende , die durch obligat der Gattung Leishmania hervorgerufen wird. Ihr Verbreitungsgebiet sind die Tropen, besonders Peru, Kolumbien und das östliche Afrika, aber auch der Mittelmeerraum und Asien. Seit Mitte der 1980er Jahre traten die Sandmücken, welche die Leishmaniose übertragen, möglicherweise durch Klimawandel, auch zunehmend in Deutschland auf. Es gibt in Deutschland verstärkt Fälle von Leishmaniose bei Tieren und vereinzelt auch bei Menschen, die Deutschland nie verlassen haben.

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Babesiose

Die Babesiose des Hundes (Synonym „Hundemalaria“, Piroplasmose) ist eine durch Einzeller der Gattung Babesia hervorgerufene Infektionskrankheit bei Hunden, die eine Zerstörung der roten Blutkörperchen und damit eine mehr oder weniger ausgeprägte Blutarmut (Anämie) hervorruft. Die Erkrankung verläuft meistens akut mit hohem Fieber und endet ohne Behandlung binnen weniger Tage tödlich. Die Übertragung erfolgt durch Zecken. Während die Babesiose bis in die 1970er Jahre vor allem eine „Reisekrankheit“ war, kommt sie durch die Ausdehnung des Verbreitungsgebiets der Auwaldzecke mittlerweile auch nördlich der Alpen natürlich vor. Die Diagnose wird über einen Nachweis der Babesien-DNA oder eine mikroskopische Untersuchung des Blutes gesichert. Zur Behandlung werden Antiprotozoika eingesetzt.

Auwaldzecke – der wichtigste Überträger der Babesiose bei Hunden in Europa

Andere Tierarten oder der Mensch sind durch die beim Hund krankheitsauslösenden Babesien nicht gefährdet. Allerdings kommen auch bei anderen Säugetieren Erkrankungen durch zumeist wirtsspezifische Babesien vor.

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Canine Ehrlichiose

Die Ehrlichiose der Hunde (auch Tropische Canine Panzytopenie, „Zeckenfieber“) ist eine akute bis chronische Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Ehrlichia canis (benannt nach seinem Entdecker, dem deutschen Arzt Paul Ehrlich[1]) verursacht wird. Die klassische, durch Ehrlichia canis hervorgerufene Ehrlichiose ist in den Tropen und Subtropen sowie im Mittelmeerraum („Mittelmeerkrankheit“) endemisch, so dass Hunde vor allem bei Urlaubsreisen in diese Regionen gefährdet sind. Die Erreger befallen die weißen Blutkörperchen (v. a. Monozyten und Lymphozyten). Die Erkrankung wurde erstmals 1935 bei einem Hund in Algerien beobachtet. Während des Vietnamkrieges erkrankten zahlreiche Hunde amerikanischer Soldaten.[2]

Die durch Anaplasma phagocytophilum hervorgerufene „Granulozytäre Ehrlichiose“ wird nach neuerer Systematik als Canine Anaplasmose bezeichnet.

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Hepatozoonose

Die Hepatozoonose ist eine durch parasitäre Einzeller der Gattung Hepatozoon hervorgerufene Krankheit bei Hunden. Sie verläuft unspezifisch mit Fieber, Gewichtsverlust und Schmerzen in der Lendenregion. Gelegentlich treten blutige Durchfälle auf. Eine vollständige Heilung ist nicht möglich, die Erkrankung ist mit Antiprotozoika jedoch unter Kontrolle zu bringen. Die wirksamste Vorbeugung ist der Schutz vor Zecken, über deren orale Aufnahme die Infektion erfolgt.

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Herzwurmerkrankung 

Die Herzwurmerkrankung (kardiovaskuläre Dirofilariose) ist eine parasitäre Krankheit der Hunde und weiterer Hundeartiger, seltener auch bei Katzen. Sie ist nur schwer zu behandeln und verläuft oft tödlich. Sie kommt vor allem in Nord- und Mittelamerika vor, ist aber auch im Mittelmeerraum (vor allem in Italien, Griechenland, Südfrankreich, Portugal und auf den Kanarischen Inseln) und den tropischen und subtropischen Gebieten verbreitet, weshalb sie auch als „Mittelmeerkrankheit“ eingestuft wird. Einzelfälle wurden auch in Ungarn und im Tessin beobachtet, weshalb insbesondere Hunde bei Urlaubsreisen in diese Regionen ansteckungsgefährdet sind.

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Giardien

Die Giardiose des Hundes (Syn. Giardiasis, Lambliasis) ist eine durch den Einzeller Giardia intestinalis hervorgerufene häufige Durchfallerkrankung bei Hunden. Beim Hund herrschen die hundespezifischen Genotypen D und C (auch als Assemblage D und C bezeichnet) des Parasiten vor. Ein geringer Teil der Erkrankungen bei Hunden wird jedoch durch den Genotyp A ausgelöst, der auch für die Giardiasis des Menschen verantwortlich ist – diese Erkrankungen sind damit als Zoonose einzustufen. Betroffen sind vor allem Welpen, Junghunde und Hunde in größeren Gruppen wie Zuchten oder Tierheimen. Die Erkrankung zeigt sich in immer wiederkehrenden Durchfällen mit einem gelblichen, dünnbreiigen und faulig stinkenden Kot. Zur Bekämpfung werden gegen Einzeller wirksame Antiparasitika eingesetzt, die medikamentöse Behandlung muss aber durch eine konsequente Umgebungsbehandlung ergänzt werden.

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Wurmerkrankungen

Hunde sind beliebte Wirtstiere mehrerer Wurmarten. Das individuelle Risiko für einen Wurmbefall ist sehr unterschiedlich und hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören Alter, Auslaufverhalten, Ernährung und Haltungsbedingungen.  Zu den wichtigsten Würmern beim Hund gehören:

  • Gurkenkernbandwürmer: Sie werden meist durch den Floh auf den Hund übertragen. Der adulte Wurm kann bis zu 70 Zentimeter lang werden und hat eine Breite von 2 bis 3 Millimetern.
  • Dickhalsige Bandwürmer (Finnenbandwürmer): Sie zählen zu den zweithäufigsten Bandwurminfektionen bei Hunden. Als Zwischenwirte dienen ihnen kleine Nagetiere.
  • Kleine Fuchsbandwürmer: Der erwachsene Fuchsbandwurm erreicht lediglich eine Länge von bis zu 3,4 Millimetern. Er lässt sich in bis zu 5 Körperabschnitte unterteilen. Der Kopf besitzt vier Saugnäpfe. Als Zwischenwirte dienen kleine Säugetiere.
  • Dreigliedrige Hundebandwürmer: Als Zwischenwirte für den Hundebandwurm zählen insbesondere pflanzenfressende Wiederkäuer, vor allem Schafe. Der Endoparasit wird nur bis zu 6 Millimeter groß. Das letzte Bandwurmglied enthält bereits einige hundert Eier mit reifen Larven

Fadenwürmer beim Hund

Es gibt etwa 30 verschiedene Fadenwurmarten, die den Hund befallen. Zu ihnen zählen unter anderem:

  • Hakenwürmer gelangen über die Haut des Hundes oder durch Verschlucken der Larve in den Hundedarm. Da Hakenwürmer sich in der Darmschleimhaut festbeißen und sich vom Blut ernähren, kann es zu einem erheblichen Blutverlust des Hundes bis hin zum Tod kommen.
  • Lungenwürmer können je nach Art einen einfachen chronischen Husten oder aber einen sehr schweren Verlauf bis hin zum Tod auslösen.
  • Peitschenwürmer sind in unseren Breiten eher selten. Sie mögen es warm. Bei massivem Befall kann es zu Blutverlust und Verdauungsstörungen kommen. Der Kot des Hundes wird dünnflüssig und kleine Darmfetzen können enthalten sein. Der Hund reagiert mit Auszehrung und Abgeschlagenheit.
  • Speiseröhrenwürmer kommen weltweit vor, sind aber vor allem in wärmeren Gebieten zuhause. Die Larven wandern im Körper, die erwachsenen Würmer hingegen ballen sich zu einem Wurmknoten zusammen. Sie verursachen Verletzungen an der Hauptschlagader, Verdauungsstörungen, wie Erbrechen, Abmagerung und Atemnot.
  • Spülwürmer gelangen als Larven durch Verschlucken in den Körper des Hundes. Sie infizieren bereits den ungeborenen Nachwuchs im Mutterleib und sind vor allem für Welpen gefährlich. Spulwurmlarven wandern durch den Körper und können dabei Organe schädigen. Manche von ihnen nisten sich in den Augen ein, was zu Sehstörungen führt. Der Hund reagiert mit vermindertem Leistungsvermögen, Apathie und diversen Magen-Darm-Problemen.